Auszug aus der Laudatio von Stephan Schnell

„Walking in between“ ist „Theater für alle“ ist eine zarte Grenzüberschreitung.
Es verlässt den Raum der theatralen Konvention. Zeit, Rhythmus, Gestus, der schauspielerische Prozess wird einem Perspektivenwechsel unterzogen. Es fordert Zuschauer zu einer andern, bisher fremden Form des Sehens, eine neue Form der Beteiligung.
„Walking in between“ bekommt den Deutschen Amateurtheaterpreis amarena für bemerkenswertes Paratheater.

Ein Theater des Nebeneinander, des Parallelen.

Ein Theater für alle: Für die geschulte Stimme, die Rauheit der Stimme, den theatralischen Gestus neben der Vitalität des Augenblicks, für das Geformte, das Genormte, das Ungeformte und das Andere, das Alter und die Kindheit, das Verstellte, das Unvorstellbare, den vertrauten Dialekt, den fremden Akzent, für das Selbstverständliche und das kaum Verständliche. Den amarena Preis für Widerspruch gegen die ausschließende Norm.

Das Heyoka Theater hat sich dies zum Programm gemacht!
Noch braucht es das normale Stadttheater als Inklusionshilfe. Zu oft klingt Inklusion noch nach Bitte! Aber alles ist wandelbar!

Der amarena Preis soll dabei helfen!